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2026


7. Mai bis 16. August 2026

SOFT STRUCTURES – Textil als künstlerisches Prinzip

Vernissage: 7. Mai um 19 Uhr, Museum Schloss Untergröningen, Kunstverein KISS e.V., Schloss Untergröningen, 73453 Abtsgmünd-Untergröningen

Gala Adam, Nándor Angstenberger, Min Bark, Harald Braun, Willi Baumeister, Joseph Beuys, Sammlung Bjoern Boettger, Christo und Jeanne-Claude, Edgar Degas, Sammlung Dahme, David Desirò, Hermann Dölger, Tracey Emin, Niko Grindler, Kirsten Hohaus, Justyna Koeke, Nicoline Koch-Lutz, Jeff Koons, Julia Jules Kreutzer, Barbara Kruger, Manuel Knapp, Max Klinger, Lucas van Leyden, Lucia Mattes, Fabian Widukind Penzkofer, Jan-Hendrik Pelz, Kirsten Perleberg, Constanze Raach, Gerhard Richter, Lennart Rieder, Peter Paul Rubens, Sophia Sadzakov, Daniel ME Schaal, Margrit Schulz, Ferreira de Sá, Jessi Strixner, Kata Unger, Das Teppichwerk, Patricia Waller, Ria Wank, Andy Warhol, Judith Wettemann-Ebert, Angelika Wolf

Kurator: Jan-Hendrik Pelz

SOFT STRUCTURES – Textil als künstlerisches Prinzip Mit „SOFT STRUCTURES – Textil als künstlerisches Prinzip“ zeigt das Museum Schloss Untergröningen vom 7. Mai bis 16. August 2026 eine Ausstellung, die textile Strukturen als zentrales künstlerisches Ausdrucksfeld untersucht. Historische und zeitgenössische Positionen treten in einen Dialog und machen sichtbar, wie Textil heute nicht nur als Material, sondern als eigenständiges ästhetisches und kulturelles Prinzip verstanden wird. Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus unterschiedlichen Medien – von gewebten, genähten und geknüpften Textilarbeiten über Skulpturen und Installationen bis hin zu malerischen Positionen mit textilem Bezug. Im Zentrum steht ein erweitertes Verständnis von Textil: als Gefüge aus Linien und Flächen, als Oberfläche und als Verbindung zwischen Körper, Raum und Bild. Neben zeitgenössischen Positionen werden auch ausgewählte historische Arbeiten gezeigt, die in konzentrierter Form wesentliche Entwicklungslinien textiler Kunst sichtbar machen. Sie eröffnen einen Blick auf die Transformationen textiler Praktiken und deren Fortwirken in aktuellen künstlerischen Ansätzen. Der Titel „Soft Structures“ verweist auf eine bewusste Verschiebung des Materialbegriffs. Die Ausstellung umfasst nicht nur Arbeiten aus Stoff, Garn oder Faser, sondern auch Werke, die textile Qualitäten in andere Medien übertragen. Dazu zählen malerische Darstellungen von Draperien und Faltenwürfen ebenso wie illusionistische Oberflächen oder Positionen, die sich mit Weichheit, Flexibilität und Materialität auseinandersetzen. Textile Strukturen werden dabei als grundlegendes ästhetisches und kulturelles Prinzip lesbar: als Träger von Geschichte, Arbeit und Identität. In der zeitgenössischen Kunst erfahren textile Materialien derzeit eine neue Aufmerksamkeit – nicht als nostalgische Rückkehr des Handwerks, sondern als präzises Medium zur Verhandlung von Fragen nach Körper, Geschichte, Materialität und gesellschaftlichen Strukturen. „SOFT STRUCTURES – Textil als künstlerisches Prinzip“ versteht sich als Überblick und Standortbestimmung zugleich und macht textile Praktiken als zentrales Ausdrucksfeld aktueller Kunst sichtbar.

Museum Schloss Untergröningen, Kunstverein KISS e.V., Schloss Untergröningen, 73453 Abtsgmünd-Untergröningen


2025


2024


CATCH-22. Das große Ganze und ich, Landesmuseum Brandenburg, Packhof in Frankfurt Oder, DE
3.3.—19.5.2024

Unterschiedliche Kunstgeschichten und Bildsprachen miteinander verknüpfend, oszilliert das Werk der in Berlin lebenden Künstlerin zwischen zeitgenössischem Dada und zeitlosem Rebellentum. Kata Ungers Kunstwerke entstehen meist am Hochwebstuhl, denn sie schafft klassische Bildwirkerei. Der Bildteppich ist zugleich Bildträger, Bildfläche und Bild. Die Wolle- oder Seidenfäden, Kette wie Schuss, werden von Kata Unger selbst gefärbt und verwebt. Der Bildplan entwickelt sich aus senkrechten und waagerechten Linien. Das Bild ist vorn und hinten gleich, nur spiegelverkehrt. Die Künstlerin arbeitet ohne eins-zu-eins Kartonvorzeichnung. Das Medium Bildteppich bedeutet für Kata Unger festgeschriebene Zeit. Es gibt einen Anfang und ein Ende. Das Weben ist für sie eine Technik der Bilderzeugung und zwar in einem System, das dem binären System der Computersprache, null und eins, entspricht.